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MATINEE im HOT

erstellt von Barbara Tauber zuletzt verändert: 08.03.2020 17:59
Die Festveranstaltung zum internationalen Frauentag fand in diesem Jahr im Hans-Otto-Theater statt. Intendantin Bettina Jahnke hielt den Festvortrag, das Berliner Frauenblasorchester spielte und es fand eine Lesung "Ostfrauen verändern die Republik" statt.

Warum standen im Frühjahr 2017 vier Ostfrauen an der Spitze ihrer Partei: Angela Merkel, Katrin Göring-Eckhardt, Sarah Wagenknecht und Frauke Petry? Dieser Frage gingen die beiden Autor*innen Tanja Brandes und Markus Decker in ihrem Buch "Ostfrauen verändern die Republik" nach, aus dem sie Auszüge in der Matinee am Sonntag im Hans-Otto-Theater präsentierten. Und damit setzten sie ein Zeichen: auch alle anderen Beiträge stellten sich an diesem Vormittag der Rolle der Frau, insbesondere ostdeutscher Prägung, und diskutierten, welche Kraft damit verbunden ist.

Zum dreißigsten Male feiert Brandenburg die Frauenwoche und seit dem ersten Mal hat sich viel verändert. Der Saal war voll als die ersten Redner*innen auf die Bühne traten, darunter die Geschäftsführerin des Frauenzentrums Annerose Gerber, die sich an die Anfangszeit nach der Wende zurück erinnerte, in der über 60% der ostdeutschen Frauen plötzlich arbeitslos waren. Brüche hat wohl jede ostdeutsche Frau miterlebt - und trotzdem ließen sie sich, so zeigt die Geschichte, nicht unterkriegen.

Das Gegenteil ist der Fall - "Frauen kommen langsam, aber gewaltig", sang einst Ina Deter und diesen Eindruck gaben auch die vielen Besucher*innen und Mitwirkende an diesem Vormittag. Annerose Gerber ließ es sich nicht nehmen, den anwesenden Bürgermeister Burkhard Exner auf der Bühne damit zu konfrontieren, dass Frauenschutz "keine freiwillige Leistung sein darf". Das Frauenzentrum hat im letzten Jahr über 50 Frauen und 50 Kindern Schutz im Frauenhaus gegeben. 1000 Frauen wurden beraten. Der Bedarf ist steigend.

Politisch provokativ, kulturell vielfältig und ganz persönlich zeigten sich Frauen und einzelne Männer bei der Festveranstaltung zum Internationalen Frauentag. Das Berliner Frauenblasorchester spielte  - von Anfang bis Ende und immer wieder zwischendurch. Die Festrede hielt die Intendantin des Theaters Bettina Jahnke und zeigte auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, wie sie von der DDR geprägt wurde und was daraus für ihr Leben folgte. Sie führte aus, dass nach der Wende für Frauen "gesamtdeutsch eingefordert wurde, was in der DDR Realität war" und endete ihren Beitrag mit der Kampfansage: "Wir wollen nicht nur einen Teil der Welt, wir wollen die ganze Welt."

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