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18. März: Equal Pay Day 2019

erstellt von Astrid Priebs-Tröger zuletzt verändert: 15.03.2019 15:32
Der so genannte "Equal Pay Day" markiert symbolisch den Tag des Jahres, bis zu dem Frauen faktisch umsonst arbeiten, während Männer vom ersten Tage an bezahlt werden.

Die Forderung nach gleichen Löhnen für gleiche Arbeit ist mehr als einhundert Jahre alt und wurde insbesondere von der proletarischen Frauenbewegung um Clara Zetkin erhoben.

Auch heute noch, 100 Jahre später,  verdienen überall in Europa Frauen weniger als Männer. In Deutschland liegt die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern ausdauernd bei 21 Prozent. Selbst bei gleicher formaler Qualifikation und ansonsten gleichen Merkmalen beträgt der Entgeltunterschied immer noch 6 Prozent.

Der so genannte "Equal Pay Day" markiert symbolisch den Tag des Jahres, bis zu dem Frauen faktisch umsonst arbeiten - während Männer seit Jahresbeginn für ihre Arbeit bezahlt werden. Der nächste Equal Pay Day wird am 18. März 2019 in Berlin stattfinden.

Eine Übersicht über Aktionen, die in der gesamten Bundesrepublik stattfinden, findet frau hier: https://www.equalpayday.de/aktionslandkarte/filter/?tx_browser_pi1[indexBrowserTab]=b&cHash=8c143633f401154309e570d521755f72

In Potsdam finden leider keine Aktionen statt. Und man wundert sich schon, warum Frauen nicht endlich ihre berechtigten Lohnforderungen durchsetzen.

Liegt es vielleicht daran, dass Viele gar nicht wissen, dass sie so viel schlechter als Männer bezahlt werden? Das neue Entgelttransparenzgesetz der Bundesregierung  von 2017 will hier Abhilfe schaffen. Hier gibt es einen Leitfaden für die Praxis: https://www.equalpayday.de/fileadmin/public/dokumente/EPD_Journale/EPD_Leitfaden_A3_EPD.pdf

Allerdings müssen mehr als 200 Beschäftigte in einem Betrieb arbeiten, ehe frau überhaupt einen Auskunftsanspruch hat. Hinzu kommt, dass im Land Brandenburg insgesamt ein vergleichsweise niedriges Lohnniveau herrscht und frau in vielen Fällen froh ist, überhaupt Arbeit zu haben, um - zu oft in Teilzeit in "typischen" Frauenberufen -  zum Familieneinkommen beizutragen.

Und: es scheint in vielen Köpfen (immer noch/immer wieder) die Maxime verankert zu sein, dass Mensch über Geld nicht redet. Wie ja auch noch viel zu wenig darüber geredet wird, dass Frauen auch in vielen anderen Bereichen mehr oder weniger offen benachteiligt werden.

Oder können Sie erklären, warum Frauen z. B. bei einem Kurzhaarschnitt so viel mehr als Männer bezahlen müssen? Oder Artikel für die notwendige Monatshygiene von Frauen mit 19% besteuert werden, während ein frischer Blumenstrauß nur mit 7% Mehrwertsteuer zu Buche schlägt?

Termine
Frauenschwimmen im Kiezbad Am Stern 06.10.2018 - 06.10.2019 — Kiezbad am Stern, Newtonstraße 12, Potsdam
Dienstag-Schreibfrauen 09.10.2018 - 10.10.2019 — Manuskriptur, Straße der Einheit 10 14548 Schwielowsee
Fachgespräch „Nicht nur ein Dach über dem Kopf … Auswege für Frauen in Wohnungslosigkeit" 13.06.2019 13:00 - 16:00 — Autonomes Frauenzentrums e.V., Schiffbauergasse 4H, Potsdam
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