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Potsdam aus der Sicht einer 83-Jährigen

erstellt von Astrid Priebs-Tröger zuletzt verändert: 24.10.2018 12:44
Edith Masch hat schon immer gern geschrieben und findet erst jetzt als Seniorin Zeit dafür, ihre Geschichten in Büchern zu veröffentlichen.
Potsdam aus der Sicht einer 83-Jährigen

Foto: Bernd Gartenschlaeger

"Der Besitz einer so schönen Wohnung ist ein Geschenk" – so beginnt der zweite Band der Geschichten aus dem Seniorendasein "Was ich der Rede wert finde" von Edith Masch, der im Sommer 2018 erschien. Und wer weiter liest, wird schnell in die Welt der 83-Jährigen entführt.

Von ihrem Fenster im vierten Stock  sieht sie in das Grün der Bäume, in der Essecke sitzt sie gerne und löst Kreuzworträtsel. Immer wenn sie etwas erlebt, was sie beschäftigt, wenn sie in der Straßenbahn etwas Eigenartiges gesehen oder auf der Straße beobachtet hat, dann greift Edith Masch zum Stift und bringt ihre Gedanken, Erlebnisse und Geschichten aufs Papier.

Ihr erstes Buch "Meine Sicht auf die Dinge" war ein großer Erfolg, und sie bekam Zuschriften mit der Bitte, nicht mit dem Schreiben aufzuhören, sondern weiter zu machen. Eine junge Leserin schrieb: "Es hat mich angerührt, was die Oma-Generation bewegt. Ich hatte bisher nicht darüber nachgedacht."

Eigentlich, so erzählt es Edith Masch, waren die Geschichten ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Es sollte gar kein Buch werden. Vielmehr schrieb sie, weil es ihr ein Bedürfnis war. "Ich brauchte gar nicht überlegen, die Worte flossen nur so", sagt sie. Schon als junge Frau hat sie gerne geschrieben. Mit ihrem Erzähltalent machte sie in Aufsätzen oft die Rechtschreibfehler wieder gut.

Die Jahre, die nach der Jugend folgten, waren angefüllt mit ihrer Familie und den drei Kindern,  die wie der 800 Quadratmeter große Garten gehegt und gepflegt werden mussten. Tagsüber arbeitete sie als Verkäuferin und da gab es keine Zeit mehr, zwischendurch zum Stift zu greifen.

Das änderte sich, als ihr Mann vor fünf Jahren starb und statt des lebenslangen Trubels, Ruhe einkehrte. Ruhe, um nachzudenken und aufzuschreiben. "Das, was ich notiere, habe ich auch wirklich erlebt", berichtet sie und fügt hinzu: "Fantasieren, das kann ich gar nicht."

Als eine ehemalige Kollegin ein Buch herausbrachte, entstand auch bei ihr der Gedanke: Soll ich das nicht auch machen?

Gesagt getan. So entstanden ihre Alltagsgeschichten, die von der Kollegin lektoriert und anschließend im Tauberverlag https://tauberverlag.de/veröffentlicht wurden. Edith Masch, Jahrgang 1935, ist Potsdamerin und so haben ihre Texte nicht nur die Befindlichkeiten aus der Sicht reifer Jahrzehnte zum Inhalt, sondern auch oft einen Bezug zu "ihrer" Stadt.

 

Edith Masch, Was ich der Rede wert finde
ISBN 978-3-943462-19-7, 8,00 Euro, erschienen im Barbara-Tauber-Verlag, Caputh 2018

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