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Potsdamer (Frauen-)Tanztage

erstellt von Bettina Saar zuletzt verändert: 26.01.2019 22:12
Was für ein Auftakt! Schon die schieren Menschenmassen überwältigten: 150 tanzten bei „Le Grand Continental“ und über 1.000 schauten ihnen begeistert dabei zu.

Der Prolog der diesjährigen 28. Tanztage sprengte wirklich alle bisherigen Potsdamer Tanz-Dimensionen. Und: die Meisten der Tänzer*innen und Zuschauer*innen waren Frauen.

Sie hatten drei Monate lang auf diesen Auftritt hingearbeitet und zeigten unter prächtigem Abendhimmel eine halbe Stunde lang alles, was in ihnen steckt. Nämlich jede Menge Energie und Lebensfreude, Kooperationsbereitschaft und Weltoffenheit.

Und obwohl sich die Choreografie von Sylvain Émard  am Line-Dance – bei dem in Reihen und Linien vor- und nebeneinander getanzt wird – orientierte, hatte sie nichts mit der strengen Ordnung und Uniformität von militärischen Aufmärschen zu tun, die seit dem Soldatenkönig auch im Lustgarten stattgefunden hatten.

Große und Kleine, Frauen und Männer, Kräftige und Zarte, Junge und Ältere tanzten u. a. zu lateinamerikanisch inspirierten Rhythmen einträchtig mit- und nebeneinander. Viele trugen luftige Sommerkleidchen, andere legere  Sportklamotten, sogar jemand in Zimmermannskleidung beziehungsweise mit schwarzen Spitzenhemd war zu sehen.

Die meisten Tänzer*innen lächelten beseelt bei dem was sie taten, andere konzentrierten sich auf die vielen verschiedenen Schrittfolgen mit ernsthaftem, nach innen gerichtetem Blick. Und sie erzeugten, das war auch unter freiem Himmel zu spüren, eine wunderbare (Gemeinschafts-)Energie. Die noch nachwirkte, als das Ganze – fast zu schnell -  zu Ende war.

Noch nicht zu Ende sind hingegen die Potsdamer Tanztage – bis 10. Juni bieten sie ein reichhaltiges Programm in der Schiffbauergasse und anderswo. Stärker als bisher sind dort in diesem Jahr die Arbeiten von Choreografinnen aus aller Welt vertreten.

Am ersten Juniwochenende waren z. B. die von Miet Warlop aus Belgien oder in der Kirche am Neuendorfer Anger die sehr berührende Performance „Simple Action“ von Yasmeen Godder aus Tel Aviv zu sehen. Besonders gespannt sein kann frau auf die Deutschlandpremiere von „A long talk to oneself“ der jungen Südkoreanerin Bora Kim.

Und das Stück „1.7“ der Ungarin Zsuzsa Rózsavölgyi erforscht den weiblichen Körper in Kommunikation mit der heutigen (Konsum-)Gesellschaft. Also, dance now! Und frau sieht sich bei den Potsdamer (Frauen-) Tanztagen.

Astrid Priebs-Tröger

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