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Kathi & Käthe: Junge Frauen denken grün(er)

erstellt von Astrid Priebs-Tröger zuletzt verändert: 22.01.2019 15:24
Zwei junge Potsdamer Frauen haben jetzt in Babelsberg einen zweiten Unverpackt-Laden eröffnet.
Kathi & Käthe: Junge Frauen denken grün(er)

Katja Skurcz u. Katharina Kaiser

Eine 15-jährige Schülerin ist gerade weltweit in aller Munde. Die Schwedin Greta Thunberg begann vor einigen Monaten die Schule zu schwänzen, weil sie nicht mehr dabei zuschauen will, wie ihre Zukunft von Politikern verspielt wird, die immer noch viel zu wenig für den globalen Klimaschutz tun.

"Weil ihr Erwachsenen euch nicht für meine Zukunft interessiert, werde ich eure Regeln nicht beachten", schreibt die Schülerin auf Flugblättern und begründet damit ihr (jetzt: freitägliches) Schulschwänzen. Greta Thunberg redete auch jetzt auf der UN- Klimakonferenz von Katowice den Delegierten aus aller Welt sehr bewegend ins Gewissen. Sie will einfach nicht mehr länger untätig sein und bezeichnet sich selbst als "Klimaradikale".

Die beiden jungen Potsdamer Frauen Katharina Kaiser (25) und Katja Skurcz (35) handeln hingegen weniger radikal. Sie agieren vor allem lokal und denken dabei ebenfalls global. Sie eröffneten vor kurzem einen zweiten Unverpackt-Laden in Babelsberg; den ersten gibt es seit Juni am Luisenplatz. Auch er wird von einer jungen Frau betrieben.

"Zero Waste", also die komplette Vermeidung von (Plastik-)Müll ist das erklärte Ziel der beiden Jungunternehmerinnen. Sie eint die Suche nach einer nachhaltigeren Lebensweise, die es  ermöglichen soll, einerseits mit gutem Gewissen zu konsumieren und andererseits dabei auch die berechtigten Belange der Enkelgeneration im Blick zu haben.

Ihr Laden "Kathi & Käthe - FairVerpackt" in der Garnstraße  wird sich vor allem auf so genannte Trockenwaren konzentrieren und bietet in einem kleinen Café auch die Möglichkeit, Workshops, Vorträge und Lesungen zum Thema Müllvermeidung anzubieten.

Andere aufzuklären, einen Treffpunkt für Interessierte, die sich vernetzen wollen, zu schaffen, ist ein wesentlicher Bestandteil des Babelsberger Ladenkonzeptes. Die Aufklärungsarbeit soll zukünftig auch in Kindergärten und Schulen stattfinden. Auch das ein Schritt in die Richtung, schon Kinder und Jugendliche für Umweltthemen zu sensibilisieren.

Und noch etwas, das zu einem guten Leben für alle beitragen kann, wird praktiziert: nämlich Frauensolidarität. Die Inhaberinnen der beiden Läden sehen sich nicht als Konkurrentinnen, sondern wollen in einigen Bereichen zusammenarbeiten, weil sie sich als Teil einer weltweiten Zero-Waste-Bewegung sehen und die Unverpackt-Idee unbedingt weitertragen wollen.

Die Älterinnen unter den ELLA-Leserinnen werden das vielleicht als "alten Wein in neuen Schläuchen" bezeichnen. Denn schließlich waren zu DDR-Zeiten sehr viele Waren sparsam beziehungsweise zumindest nicht in Plastik verpackt. Was damals hauptsächlich dem Mangel geschuldet war.

Es tut jedoch gut, zu wissen, dass jetzt gerade junge Frauen zunehmend ein Bewusstsein dafür entwickeln, gut und trotzdem nachhaltig, also umweltschonend, zu leben.

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